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Musik in der Kirche Januar 2009

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Ende Januar feierten wir das Jubiläum der Konzertreihe „Musik in der Kirche“, zum 25. Mal unter der Leitung von Horst Rempp. Er hatte 1997 die Idee, diese Veranstaltungsreihe in der neu umgebauten Kirche zu beginnen. Dieses Mal war es ein kammermusikalischer Abend mit verschiedenen Höhepunkten, von der Besetzung her ein Quintett, mit Solopartien für Sopran.

Zu Beginn wurde ein weniger bekanntes Stück von N.J.Lemmens musiziert: „Lobet den Herrn im Himmel“. Die junge Entringer Sopranistin Paola Kling, die zur Zeit an der Musikhochschule Lübeck studiert, hat diesen Choral sehr einfühlsam gesungen. Nach einem Flötenquartett von Telemann folgten einige Sätze aus der Symphonie sacrae von Heinrich Schütz: „Herr unser Herrscher“, für Sopran, Violinen und Basso continuo. Das Ensemble mit den jungen Künstlern: Nina Meinhof, Jörg Wollmann und Christoph Rabel begleiteten die Sängerin mit wohltuender Zurückhaltung.

Einer der Höhepunkte war ein Orgelstück des zeitgenössischen Komponisten Denis Bedard. Hildegund Treiber hat den Choral und vor allem die Toccata sehr souverän und mit großem Einsatz und Engagement gespielt. Für mich war dies auf unserer kleinen Orgel ein wahres Meisterstück. Es gab viel Beifall für diese hervorragende Interpretation.

Die Lesungen mit Psalmen und Texten von H.D.Hüsch wurden von Irmela Theurer-Weigele und Pastor Jörg Finkbeiner gesprochen. „Alleluja“ so lautete die Programmüberschrift. Vielfach musikalisch ausgestaltet findet sich diese Aufforderung, Gott zu loben, in der Musikgeschichte wieder, wie es auch das Konzert zeigte, das mit „Singet dem Herrn ein neues Lied“ von H.F. Micheelsen auch Töne der Neuen Musik anschlug. Das „Alleluja“ in seiner Bedeutung und Entstehung des Wortes wurde von Jörg  Finkbeiner erklärt. Sein H verlor das Alleluja, das „Lobt Jahwe“, auf dem Weg der Übersetzung vom Hebräischen ins Griechische.

Von W.A.Mozart folgte dann das „Alleluja“ aus Exsultate jubilate und danach das  „Bach’sche Alleluja“ aus der Kantate Nr. 51. Für die Sopranistin war es sicherlich nicht einfach, diese schwierigen Passagen zu meistern. Die zum Teil langen Koloraturpartien hat sie sehr gut und mit Leichtigkeit bewältigt. Ein absolutes „Highlight“ war die Suite Nr. 2 h-moll v. J.S.Bach für das Quintett in 6 Sätzen. Hierbei ist vor allem Horst Rempp mit seiner brilliant gespielten Querflötenstimme zu erwähnen.

Einige Auszüge aus der Bachkantate „Preis und Dank“ bildeten dann den gelungenen Abschluss. Die Zuhörer/Innen waren begeistert. Es ist großartig, dass wir in der EmK-Gemeinde Ammerbuch durch den Initiator Horst Rempp diese konzertanten Aufführungen haben. Außerdem – wo sonst hat man die Chance – nach den musikalischen Beiträgen, bei kulinarischen Köstlichkeiten, mit den Künstlern und Gästen ins Gespräch zu kommen. Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden!

Helga Schroth

Die nächste Veranstaltung in dieser Reihe ist am Sonntag, den 17. Januar 2010 um 17:00 Uhr geplant.