Eigentlich sind Menschen nicht dazu geschaffen, um sich von Baum zu Baum schwingend, kletternd, schwebend, hangelnd, rutschend oder wie auch immer fortzubewegen. Diese These wurde im Selbstversuch von einer Horde von acht Teenagern am Mittwoch, den 30. Juni, deutlich auf die Probe gestellt. Der neue Waldseilgarten in Herrenberg war der herausfordernde Tatort dieser doch recht ungewöhnlichen Einheit im Rahmen des Kirchlichen Unterrichts der EmK Entringen.
Viele kleine und große Herausforderungen waren miteinander zu bewältigen. Auf wackeligen Leitern auf fast 10 Meter hinauf, über Seile und bewegliche Hindernisse von Plattform zu Plattform oben in den Bäumen balancieren, im Klettergurt hängend von einem Baum zum nächsten mit einer Art Seilbahn hinüberrasen um dort irgendwie wieder Halt zu finden, ohne allzu sehr in die Matten zu knallen, oder wie Tarzan hinüber schwingen, …
Und die Jugendlichen haben ihre Aufgabe hervorragend gemeistert, nicht nur im klettertechnischen Bereich, in dem sie sich allen vier Parcours gestellt haben, die für ihre Altersgruppe zugänglich sind. Vor allem hat mich beeindruckt, wie sie miteinander umgegangen sind, rücksichtsvoll, geduldig, wenn es mal nicht sofort weiterging, sich gegenseitig ermutigend und spürbar mit Spaß an der Sache.
Damit war auch das eigentliche Ziel der Aktion nicht aus dem Blick verloren: In der Anfangsphase des Kirchlichen Unterrichts in der neuen Zusammensetzung einander erleben, Schritte miteinander und aufeinander zu wagen, Grenzen erweitern und Vertrauen zueinander einzuüben. Vielen Dank auch an Thomas Zopp, der bereit war, als zuverlässige Begleitperson dazu beizutragen, dass wir einen mit fast 30° Grad heißen aber unvergesslichen Nachmittag verbringen konnten.




