
Am 13. Oktober trafen sich über 40 Personen aus Herrenberg, Entringen, Tübingen und Mössingen zum RegioAktiv in Bodelshausen.
Wegen starkem Nebel konnte man weder das nahe Zollernschloß noch die herbstliche Albkette sehen, desto interessanter waren die geschichtlichen Berichte, die man aus dem Grenzland Württemberg und Hechingen, dem einstigen hollenzollerischen Preußen erfuhr.
Als wir unter einer mächtigen, über 250 Jahre alten Linde standen, erzählte einer der fünf anwesenden Pastoren, wie diese Linde sein ganzes Leben verändert und wie er die Frau seines Lebens dort werbend angesprochen hat.
Das Rathaus in Bodelshausen, sowie das Schulhaus bergen viele alte „Schnecken“, bis zu 3 m Durchmesser und 190 Millionen Jahre alt.
Mittagessen gab es im Hirsch. Auf der Speisekarte stand „Bodelshäuser Hochzeitsessen“. Was es damit auf sich hatte erklärte unser gut aufgelegter Reiseleiter Kurt Kinzler: Wenn früher im Dorf eine Hochzeit war, waren alle eingeladen. Das heißt, die Dorfbewohner durften sich um die Hochzeitsgesellschaft setzen und am Fest samt Musik und Tanz Anteil haben. Aber das Essen mussten sie selbst bezahlen. Es gab für alle: Bratwürste und Kartoffelsalat.
Auch die Evangelische Kirche in Bodelshausen hat eine besondere Geschichte. Sie umfasst 1200 Plätze und ist im neugotischen Stil gebaut. Damals gab es in Württemberg eine Spendensammlung für die Dionysiuskirche. Sie sollte auf die katholischen Preußen Eindruck machen!
Es gäbe noch viel mehr zu berichten. Auf jeden Fall laden die Bodelshäuser zu einen späteren Zeitpunkt wieder ein, dann soll das Thema sein: „Freie Sicht auf die wunderschöne Alb mit dem Zollernschloss!“
Pastor Hans-Rudolf Münz




