Regio Aktiv – 23. Juni - Wanderung rund um Entringen
- Dass Hochwild, die Art von Wild bezeichnet, die früher nur vom Hochadel gejagt werden durfte und darum ganz überraschend auch der Fasan dazu gehört.
- Dass die Entringer von der Reformation erst ganz und gar nicht begeistert waren und dem neuen Pfarrer deshalb „menschliche Exkremente“ auf der Kanzel hinterließen.
- Dass man ohne Schwierigkeiten von oben auf sie herabblickend dennoch das Lied „Droben stehet die Kapelle“ singen kann.
- Dass es in Entringen doch ganz schön steil und weit den Buckel hinaufgeht und man gewaltig ins Schwitzen kommen kann.
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An solchem Wissen und Erfahrung reicher waren die 50 Personen von den Bezirken Mössingen, Tübingen, Herrenberg und Ammerbuch am Abend des 23. Juni nach der Teilnahme am zweiten Termin von Regio-Aktiv 2010.
Doch der Reihe nach:
Der Ortshistoriker Reinhold Bauer holte uns am Bahnhof ab und führte uns mit sachkundigen Hinweisen durch einige der schönsten Ecken und Winkel Entringens bis zur Michaelskirche. Unterhaltsame Anekdoten, historische Erklärungen und zuletzt auch der Akustik-Test in der Kirche mit einem schönen Kanon und dem abschließenden Orgelspiel rundeten diesen ersten Höhepunkt ab.
Dann ging es steil hinauf in den Pfaffenhau. Einige nahmen das Angebot an und ließen sich im Anhänger, auf Strohballen sitzend, die 200 Höhenmeter vom Traktor hinaufziehen. Oben erwarteten uns Uli Fleck und Gerhard Schumacher, die beiden Jäger aus unserer Gemeinde mit drei des Jagdhorn Blasens mächtigen Kollegen. Durch das vorhandene Anschauungsmaterial vom Kreisjägerverband und die geblasenen Jagdsignale fiel es leicht den kurzweiligen Vorträgen zu lauschen und so den Wald einmal ganz anders zu erleben.
Ein dritter Höhepunkt dieses Tages, den wir bei wunderbar warmem und schönem Wetter genießen konnten, war das Vesper bei einem guten Schluck Wein im Besen vom Gastgeber Wolfgang Kost unter der Schönbuchspitze. Gemeinschaft beim Essen und Singen mit Begleitung durch ein Blechbläserquartett und die wunderschöne Aussicht verdeutlichen, dass wir an diesem Tag manche den Horizont erweiternde Erfahrungen miteinander machen durften, wie sie dem Bibeltext der kleinen Andacht entsprechen:
Du (Herr) stellst meine Füße auf weiten Raum. (Psalm 31,9).




