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Weihnachtskrippe 2010

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Der Gottesdienstraum in der Friedenskirche in Entringen verwandelt sich in der Adventszeit 2010 zu einer besonderen Art von Weihnachtskrippe. Steffi Cosman stellt jede Woche "Egli-Figruen" zu einer biblischen Szene auf. Im Kinderelement im Gottesdienst wird die Szene erzählt, erläutert und so für Kinder und Gemeinde ein Stück weit begreiflich gemacht.

Maria begegnet überraschend dem Engel Gabriel. Die erste Szene stellt die folgende biblische Szene aus Lukas 1 (Luther 84) vor:

26 Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth,
27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.
28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.
31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.
32 Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,
33 und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß?
35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei.
37 Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.

In der Szene vom 2. Advent kommt Josef ins Geschehen hinzu. Die Szene führt uns schon zum Beginn der bekannten Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2:

1 Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.
2 Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
3 Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
4 Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war,
5 damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

Ohne Aufbruch gibt es kein Weihnachten, so verkürzt ausgedrückt die Botschaft dieser zweiten Szene. Oder mit einer Gedichtstrophe von Hermann Hesse aus Stufen / Transzendieren (1941)

  • Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
  • bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
  • um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
  • in andre, neue Bindungen zu geben.
  • Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
  • der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Eine Doppelszene folgt am 3. Advent - Maria und Josef lagern an einem Feuer während ein Aufbruch der ganz anderen Art weit entfernt von ihnen im Morgenland, vermutlich dem "babylonischen Raum" im heutigen Südirak berichtet wird. Die zeitliche Abfolge (dass dies eigentlich erst nach der Geburt Jesu berichtet wird) ist dabei belanglos. Die besondere kosmische Dimension des Geschehens wird in dieser Szene deutlich. Wir finden sie in Matthäus 2:

1 Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen:
2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.
3 Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem,
4 und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.
5 Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1):
6 »Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«

  

Am 4. Advent schließt sich der "Bogen" der Geschichte mit der Ankunft am Stall von Betlehem - wie es im Lukasevangelium im 2. Kapitel fortgesetzt wird:

6 Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
7 Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Immer noch ist der Esel als "Lastwagen der Antike" mit von der Partie. Zu Josef gesellt sich eine weitere Person - ob Wirt oder ein erster Hirte bleibt offen. Aber die Kleinfamilie ist auch zu diesem Zeitpunkt nie allein.