EMK Ammerbuch-Entringen

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Neuer Bezirkslaienführer

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Miteinander unterwegs sein

Nun bin ich schon drei Monate im Amt des Bezirkslaienführers und möchte mich in dieser Horizontausgabe etwas näher vorstellen. Wie viele schon wissen, bin ich in einem gläubigen Elternhaus mit sechs Geschwistern aufgewachsen und wir besuchten regelmäßig die Gottesdienste der evangelischen Landeskirche und die Gemeinschaftsstunden der Hahn´schen Gemeinschaft. Ab 1981 wohnten wir auch im Stundenhaus.

Als ich dann 1986 in einem Pflegeheim für Holocaustüberlebende in Israel volontierte, kam ich dort mit unterschiedlichen christlichen Prägungen zusammen und lernte sie zu schätzen und mich mit ihnen auseinanderzusetzen. Neben den „heidenchristlichen“ Richtungen begegneten mir auch messianische Juden, die ihren Glauben in freikirchlicher Praxis bis hin zum traditionellen Synagogengottesdienst feiern. Im Pflegeheim selbst habe ich mich im Alltag stark mit dem normalen Judentum und der religiösen Praxis, d.h. der koscheren Küche, den Festen und Bräuchen, beschäftigt. So las ich auch die Thora (5 Bücher Mose) im Jahresplan mit. Dies war eine wertvolle Erfahrung, denn manche Bibelstellen übergeht man sonst leicht und im Zusammenhang wird vieles deutlicher.

Zurück in Deutschland suchte ich mir dann eine Gemeinde, die eher zu meinem erweiterten Horizont passte. So lernte ich u.a. Taizégottesdienste, sowie das Sprachengebet kennen. Ich nahm an Gebetskonferenzen und Schweigewochenenden teil. Nach einigen Besuchs- gottesdiensten schloss ich mich dann Anfang der 90´er der International Baptist Church (IBC) in Stuttgart/Vaihingen an, wo ich in der Gestaltung des deutschen Gottesdienstes, im Musik- und im Putzteam aktiv war. In der IBC war ich über zehn Jahre Mitglied, bis ich mit meiner Familie nach Entringen zog.

Auf all meinen Stationen begleiteten mich immer wieder zwei Bibelworte. Zum einen Johannes 16,33: „In der Welt wird man Druck auf euch ausüben. Aber verliert nicht den Mut! Ich habe die Welt besiegt!“ Und des Weiteren denke ich viel an Römer 13,8: „Abgesehen davon, dass ihr einander lieben sollt, bleibt keinem etwas schuldig! Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.“ Mit diesen Worten möchte ich Euch auch ermutigen, dass wir miteinander in den vor uns liegenden Jahren gemeinsam Gemeinde gestalten, Menschen in der Kirche eine Heimat geben, Kindern die Liebe Jesu nahe bringen, Jugendlichen mit Liebe und Geduld ein Anker in stürmischen Zeiten sind, Familien einen Ort der Gemeinschaft und Begegnung geben, Älteren und Kranken Trost und Hoffnung zusprechen. So liegt mir auch daran, im Arbeitskreis christlicher Kirchen (ACK) den Austausch und die Gemeinschaft mit den Menschen der evangelischen und der katholischen Kirchen zu fördern. Ich möchte mit Euch allen gemeinsam unterwegs sein, um mit Euch Glaube, Hoffnung und Liebe zu teilen.

 

Tobias Berger